Etwa 200 Berufsakademien, Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Elektrotechnik, zudem gibt es diverse Spezialstudiengänge. Im Grundstudium wird dabei Wert auf die Vermittlung insbesondere von naturwissenschaftlichen, mathematischen und elektrotechnischen Sachkenntnissen sowie auf Inhalte aus der Informatik gelegt.
In den ersten Semestern wird das Fundament an fachspezifischen Grundlagen in den Bereichen Mathematik und Physik erarbeitet, die später eine ideale Basis für eine Fachausbildung oder die Berufspraxis bilden. Ab dem fünften Semester gilt es aus einem Modulangebot die geeignetste Fachrichtung zu wählen. Bereiche, wie zum Beispiel Energietechnik, Nachrichtentechnik oder Automatisierungstechnik können dabei belegt werden. In eigenen Projekten werden im Anschluss daran für praxisnahe und anwendungsorientierte Aufgaben Lösungen für die Industrie erarbeitet. Neben der fachlichen Ausbildung ist auch sprachliches Wissen, vor allem im Englischen und Deutschen für spätere Präsentationen und Berichte, sowie wirtschaftliches Verständnis unabdingbar.
Ziel eines Elektrotechnik-Studiums ist Technikverständnis kombiniert mit Kenntnissen im Qualitäts- und Projektmanagements, sowie in Geschäftshandlungen eines Unternehmens. Spezialkenntnisse werden im Elektrotechnik-Studium eher selten angesprochen, vielmehr wird auf eine ausgewogene Ausbildung über das gesamte Spektrum der Elektrotechnik geachtet. Hiermit ist es den späteren Elektroingenieuren möglich flexibel bei der Unternehmenssuche vorzugehen und eventuell auch vorher nicht anvisierte Betriebszweige einzuschlagen. Grundvoraussetzungen bei angehenden Studenten ist Technikinteresse in Kombination mit Disziplin, um sich in komplexe betriebswirtschaftliche Aufgaben einzuarbeiten und erfolgreich mit Berufskollegen kommunizieren zu können.
geschrieben von kugelfisch am 13.07.2008 - 13:32:19 - letzte Bearbeitung am 13.07.2008 - 13:34:02